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Belege organisieren und verwalten

Wie Sie Rechnungen und Quittungen effizient in DATEV erfassen und archivieren

Die Verwaltung von Belegen ist das Fundament jeder ordnungsgemäßen Buchführung. Erfahren Sie, wie Sie mit DATEV ein professionelles System aufbauen, das Ihnen Zeit spart und Ihre Unterlagen jederzeit auffindbar macht.

9 Min Lesedauer Anfänger Februar 2026
Person sitzt konzentriert am Schreibtisch und arbeitet mit DATEV-Software auf dem Laptop

Warum die richtige Belegverwaltung so wichtig ist

Jeder Geschäftsbetrieb, ob Freiberufler, Handwerksbetrieb oder kleine GmbH, erzeugt täglich eine Flut von Belegen. Rechnungen von Lieferanten, Quittungen aus der Kasse, Kontoauszüge — ohne ein funktionierendes System wird das schnell zum Chaos. Das Finanzamt erkennt das an: Belege müssen ordnungsgemäß aufbewahrt werden, sind aber auch zugänglich und nachvollziehbar.

Mit DATEV haben Sie ein System, das die Erfassung und Archivierung von Belegen nicht nur vereinfacht, sondern auch rechtssicher macht. Wir zeigen Ihnen in diesem Leitfaden, wie Sie damit konkret arbeiten — von der ersten Erfassung bis zur Recherche im Archiv.

Das werden Sie lernen

  • Belege korrekt erfassen und kategorisieren
  • Automatische Verarbeitung von Dokumenten nutzen
  • Ein Archivierungssystem aufbauen, das funktioniert
  • Belege schnell wiederfinden und exportieren

Schritt 1: Belege erfassen und klassifizieren

Der erste Schritt ist immer die Erfassung. In DATEV gibt es dafür mehrere Wege — je nachdem, wie Sie arbeiten möchten. Die meisten Unternehmen scannen ihre Belege ein oder laden digitale Rechnungen direkt hoch. Das System erkennt dann automatisch, um welche Art von Beleg es sich handelt.

Sie können auch manuell Belege anlegen. Das ist zwar zeitaufwendiger, aber manchmal nötig — etwa bei handschriftlichen Quittungen oder älteren Dokumenten. Wichtig ist: Ordnen Sie jeden Beleg einer Kategorie zu. Das macht die spätere Recherche erheblich einfacher. DATEV bietet standardisierte Kategorien wie Materialkosten, Bürobedarf oder Reisekostenabrechnung an.

Die Metadaten sind entscheidend. Erfassen Sie das Belegdatum, den Betrag und vor allem die Person oder das Unternehmen, von dem der Beleg stammt. Das braucht anfangs etwas Disziplin, spart Ihnen aber später enorm viel Zeit.

Detailansicht des DATEV-Erfassungsfensters mit Eingabefeldern für Beleginformationen und Kategorien
Person arbeitet mit Taschenrechner und sortierten Papierbelegen auf dem Schreibtisch neben einem Laptop mit DATEV-Software

Automatische Verarbeitung — Ihre Zeit sparen

Das Beste an moderner Buchhaltungssoftware ist die Automatisierung. DATEV kann viele Routineaufgaben für Sie übernehmen. Wenn Sie beispielsweise regelmäßig Rechnungen von denselben Lieferanten erhalten, lernt das System das Muster und schlägt die passende Kategorie vor.

Besonders praktisch ist die OCR-Funktion — Optical Character Recognition. Das bedeutet: Das System liest die Daten aus Ihren gescannten Belegen automatisch aus. Betrag, Datum, Empfänger — all das wird erkannt und eingetragen. Das funktioniert zwar nicht immer zu 100 Prozent, erspart Ihnen aber typischerweise etwa 70 bis 80 Prozent der manuellen Arbeit.

Nehmen Sie sich Zeit, die Regeln richtig einzustellen. Investieren Sie eine halbe Stunde in die Konfiguration, und Sie sparen danach wöchentlich mehrere Stunden ein. Das rechnet sich schnell.

Archivierung — strukturiert und rechtssicher

In Deutschland müssen Belege mindestens 6 Jahre aufbewahrt werden — das schreibt die Abgabenordnung vor. DATEV hat das eingebaut. Das System verwaltet Ihre Belege in einem strukturierten digitalen Archiv und stellt sicher, dass die Aufbewahrungsfristen automatisch berücksichtigt werden.

Die Archivierungsstruktur in DATEV:

  • Nach Kategorien: Belege werden automatisch nach Belegart sortiert (Eingangsrechnungen, Ausgaben, etc.)
  • Nach Zeitraum: Jahrgänge und Monate sind übersichtlich organisiert
  • Mit Metadaten: Jeder Beleg behält seine Informationen (Datum, Betrag, Partner) — Sie finden ihn sofort wieder
  • Vollständig durchsuchbar: Sie können nach Stichworten suchen und Belege innerhalb von Sekunden abrufen

Das digitale Archiv spart nicht nur Platz im Büro, sondern ist auch deutlich sicherer. Ihre Belege sind vor Beschädigungen, Wasserschäden oder Verschleiß geschützt. Und wenn das Finanzamt nachfragen hat — Sie können jeden Beleg sofort vorlegen.

Organisiertes Bücherregal mit Ordnern für verschiedene Jahre und Kategorien — eine metaphorische Darstellung der digitalen Archivierung

Praktische Tipps für den Alltag

Damit die Belegverwaltung nicht zur lästigen Aufgabe wird, sollten Sie ein paar Grundregeln beherzigen:

Regelmäßigkeit schlägt Perfektion

Erfassen Sie Ihre Belege wöchentlich statt monatlich. Eine halbe Stunde pro Woche ist deutlich weniger anstrengend als ein ganzer Tag am Monatsende. So bleibt alles frisch im Gedächtnis.

Einheitliche Kategorien nutzen

Erstellen Sie sich eine kleine Kategorieliste und halten Sie sich dran. Das macht die Auswertungen später viel aussagekräftiger und vereinfacht die Steuerdeklaration.

Suche testen, bevor es nötig ist

Vergewissern Sie sich ab und zu, dass Sie Ihre Belege auch wirklich finden können. Suchen Sie nach einem zufälligen Lieferantennamen oder einem Betrag. Das gibt Ihnen Sicherheit im Ernstfall.

Backups nicht vergessen

DATEV speichert Ihre Daten sicher auf den Servern. Aber auch Sie sollten regelmäßig Sicherungen Ihrer Archivierungen exportieren. Das ist eine einfache Vorsichtsmaßnahme.

Anfangen ist einfacher als Sie denken

Es ist ganz normal, dass die Belegverwaltung am Anfang etwas Aufwand bedeutet. Sie richten ein System auf, das danach läuft. Die gute Nachricht: Mit DATEV brauchen Sie kein großes Know-how dafür. Das System führt Sie Schritt für Schritt durch die Erfassung und erinnert Sie an das, was Sie vergessen könnten.

Starten Sie am besten mit den nächsten 10 bis 15 Belegen, die zu Ihnen kommen. Erfassen Sie sie nach dem Schema, das wir hier beschrieben haben. Nach einer halben Stunde haben Sie ein Gefühl dafür, wie es funktioniert. Dann wird es automatisch einfacher.

Und denken Sie daran: Eine ordentliche Belegverwaltung ist nicht nur für das Finanzamt wichtig — sie gibt Ihnen auch selbst Sicherheit. Sie wissen immer, wofür Sie Geld ausgegeben haben, können schnell Anfragen beantworten und haben im Zweifelsfall alle Nachweise parat.

Zufriedener Geschäftsführer blickt auf seinen Laptop mit strukturiertem DATEV-System und lächelt — Belegverwaltung ist erledigt

Rechtlicher Hinweis

Die Informationen in diesem Artikel sind zu Bildungszwecken gedacht. Sie ersetzen nicht die Beratung durch einen Steuerberater oder Buchhalter. Die geltenden Aufbewahrungsfristen und Anforderungen an Belege können je nach Bundesland und Geschäftsart unterschiedlich sein. Konsultieren Sie einen Fachmann, um sicherzustellen, dass Sie alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen.